Wer bekommt BAföG

BAföG ist eine Unterstützung für Studenten und Schüler. Die Ausbildung soll auf diese Weise erleichtert werden. Die Studierenden sollen sich auf ihre Ausbildung konzentrieren, ohne zu viel Zeit für Nebentätigkeiten verwenden zu müssen. Auch Kinder aus nicht begüterten Familien können so eine qualifizierte Ausbildung erlangen.

An den Erhalt des BAföG sind allerdings mehrere Bedingungen geknüpft.

Die Förderung erhält, wer an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule, einer Berufsfachschule oder Akademie ein Erststudium absolviert. Ein Masterstudiengang wird nur gefördert, wenn er nach einem Bachelor-Studium erfolgt. Ein Zweitstudium nach bereits abgeschlossenem Studium wird nicht oder nur in Einzelfällen unterstützt.

Fachrichtungswechsel

Möchte ein Student seine gewählte Fachrichtung wechseln, muss er dies vor dem 4. Semester tun, um die Förderung nicht zu gefährden. Diese Zeit gilt als Orientierungsphase, innerhalb dieser ein Wechsel akzeptiert wird. Eine spätere Änderung der Fachrichtung benötigt einen triftigen, einen sogenannten unabweisbaren Grund, zum Beispiel Krankheit, Todesfall oder einem anderen wichtigen persönlichen Grund.
Die Förderung läuft im Normalfall innerhalb der Regelstudienzeit. Diese beträgt bei den meisten Studiengängen zwischen acht und zehn Semestern. Genaue Informationen finden sich in der jeweiligen Studienordnung. Eine Verlängerung wird wiederum nur unter besonderen Umständen gewährt. Der Abschluss des Studiums mit Diplom, Staatsexamen oder Master bedeutet das Ende der BAföG-Unterstützung.

Weitere Voraussetzungen

Der Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit ist eine weitere Förderungsbedingung. Allerdings können auch Ausländer BAföG erhalten, wenn sie eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis oder eine Bleibeperspektive besitzen. Gleiches gilt für Asylberechtigte, Menschen mit einem deutschen Elternteil und ständigem Aufenthalt in Deutschland oder Kinder von langfristig in Deutschland arbeitenden Ausländern. Da die Regelungen bei diesem Thema sehr komplex sind, sollten sich betroffene Studenten an das BAföG-Amt wenden, wenn Unsicherheiten bestehen.

Hinweis:
Nur Studenten, die bedürftig sind, können BAföG beziehen. Das bedeutet, nur wenn sie ihren Lebensunterhalt nicht auf andere Weise finanzieren können, steht ihnen die staatliche Unterstützung zu. Um die Bedürftigkeit nachzuweisen, werden die finanziellen Verhältnisse der Eltern und des Ehepartners, falls vorhanden, mit in Betracht gezogen. Der Einkommensteuerbescheid des letzten Jahres ist die Basis für die Höhe des gewährten BAföG-Betrags.

Das eigene Einkommen darf die Summe von 5400 Euro im Jahr nicht überschreiten. Ein Nebenverdienst ist also möglich. Übersteigt dieser die vorher genannte Summe, wird das BAföG entsprechend gekürzt. Ein vorhandenes Vermögen des Studenten in Höhe von 7500 Euro liegt innerhalb des Freibetrags. Es wird also nicht mit angerechnet.

Wer ein Stipendium einer Begabtenbeförderung erhält, kann kein BAföG beziehen.

Auch hier gilt:
hat ein Student Bedenken, ob seine finanziellen Verhältnisse, die Förderung erlauben, kann er ohne weiteres das BAföG-Amt zu Rate ziehen. Hier kann auch schon vor der eigentlichen Antragstellung der mögliche Förderbetrag berechnet werden.

Der Berechtigte darf bei Studienbeginn nicht älter als 30 Jahre alt sein. Bei Masterstudiengängen beträgt die Obergrenze 35 Jahre. Bei der Altersgrenze gibt es Ausnahmen. Wenn ein Student aus wichtigen persönlichen oder familiären Gründen (beispielsweise die Erziehung eines Kindes) später in die Ausbildung einsteigt, hat er die Möglichkeit, elternunabhängiges BAföG zu erhalten. Dabei wird das Gehalt der Eltern nicht auf die Förderung angerechnet. Auch hier gibt es Bedingungen. So muss der Studierende nach dem 18. Lebensjahr entweder fünf Jahre gearbeitet haben oder nach einer dreijährigen Ausbildung drei Jahre erwerbstätig gewesen sein. Außerdem muss er sich mit seiner Tätigkeit selbst finanziert haben.

Hinweis:
Um etwaiges Bummeln beim Studieren zu verhindern, muss der Student seine Eignung nachweisen. Er muss belegen, dass er die, für sein Studium erforderlichen Leistungen innerhalb der vorgeschriebenen Zeit erbringt. Auf diese Weise kann das Amt sicherstellen, dass der Studierende alles daran setzt, sein Studium erfolgreich zu absolvieren. Je nach Studiengang bedeutet dies das Bestehen der Zwischenprüfung oder die Vorlage entsprechender Scheine oder Leistungspunkte beim Bachelor-Studium. Diese Nachweise müssen rechtzeitig beim BAföG-Amt vorgelegt werden, damit die Zahlungen weitergehen.

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