Geld nebenbei verdienen

Der Studentenjob und wie er funktioniert

In Deutschland benötigt ein Student im Durchschnitt 750 – 1100 Euro im Monat für Miete, Fahrtkosten, Studiengebühren, Lehrmaterial und eventuell semesterweise anfallende Kosten. Ein teures Leben was finanziert werden will. Nicht jeder Student kann dabei auf finanzielle Unterstützung der Familie hoffen. Aus diesem Grund entscheiden sich rund zwei Drittel der Studierenden für einen Nebenjob. Im Voraus sollte sich der Student allerdings über einige Punkte informieren.

Krankenversicherung und Arbeitszeit

Im Normalfall ist ein Studierender bis zum 25. Lebensjahr über die Familienversicherung seiner Eltern mitversichert. Damit er die Einkommensgrenze für Familienversicherte Studenten nicht überschreitet, darf er im Monat maximal 450 Euro verdienen. Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld werden mit einberechnet. Wird diese Grenze überschritten, muss sich der Student selbstständig und beitragspflichtig versichern wie ein Arbeitnehmer. Das Gleiche gilt auch für die wöchentliche Arbeitszeit, welche 20 Stunden nicht überschreiten darf. Im Einzelfall darf der Student mehr als 20 Stunden wöchentlich beschäftigt werden, wenn die Arbeitszeit auf die Abendstunden, Wochenende oder Semesterferien fällt.

Sind Studentenjobs rentenversicherungspflichtig?

In Deutschland ist grundsätzlich jedes Arbeitsverhältnis rentenversicherungspflichtig. Dies gilt auch für Studenten. Ausnahmen bilden Minijobs. Der Jahresverdienst darf 5.400 Euro nicht überschreiten. Auch von der Rentenversicherung befreit sind Verdienste von Praktika, die im Rahmen des Studiums absolviert werden, wenn diese mit weniger als 450 Euro monatlich vergütet werden. Wenn der jährliche Verdienst unter 8.820 Euro liegt, dann muss der Student zudem auch keine Steuern zahlen.

Wie ist die Grenze, wenn Bafög in Anspruch genommen wird?

Bafög wird über einen Zeitraum von meist zwölf Monaten bewilligt. Erhält der Student in dieser Zeit Einkünfte aus einem Nebenjob, darf die Verdienstgrenze über den gesamten Bewilligungszeitraum brutto 4888 Euro nicht überschreiten. Sonst drohen Kürzungen des Zuschusses. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Verdienst in zwölf oder in sechs Monaten erzielt wurde.

Arbeiten während der Semesterferien

Nimmt der Studierende eine Tätigkeit ausschließlich während der Semesterferien auf, so ist er von der Kranken- Arbeitslosen- und Pflegeversicherung befreit, unabhängig davon wie viel er verdient. Das Arbeitsverhältnis muss befristet sein und darf zwei Monate am Stück oder 50 Arbeitstage im Jahr nicht überschreiten.

Welche Nebenjobs interessant sind und was man verdienen kann

Ob im Onlineportal oder dem schwarzen Brett der Uni, im Internet oder in der Tageszeitung. Die Möglichkeiten, den perfekten Job zu finden sind vielseitig. Nachfolgend werden die interessantesten und lukrativsten Studentenjobs einmal näher erläutert.

Ganz oben auf der Rangliste, arbeiten als Werksstudent

Erste Erfahrungen im späteren Arbeitsbereich sammeln und Kontakte mit zukünftigen Arbeitskollegen knüpfen. Die praktischen Erfahrungen lassen sich gut mit der Theorie des meist trockenen Studiums verknüpfen. Außerdem kann der Student diese Art der Anstellung in seinem Lebenslauf erwähnen und damit Punkte beim Arbeitgeber sammeln. Zudem liegt das Gehaltsniveau über dem Durchschnitt aller Studentenjobs.

Hinweis:
Ein Klassiker unter den Studentenjobs ist die Arbeit in der Gastronomie, vor allem das Kellnern. Bars, Restaurants, Kneipen oder Diskotheken, sie alle benötigen arrangierte Servicekräfte. Auch große Events sind potenzielle Arbeitgeber. Der stündliche Verdienst schwankt hier im Durchschnitt zwischen 9 und 11 Euro. Mit etwas Geschick kommt hierzu noch das Trinkgeld. An einem guten Abend können dies 50 Euro oder mehr sein. Der Job erfordert etwas Geschick im Umgang mit vollen Gläsern und Tellern. Außerdem wird der Kellner mit unterschiedlichen Charakteren konfrontiert und muss mit diesen umgehen können. Da die Arbeitszeit meist auf die Abend- und Nachtstunden verteilt ist und am Wochenende die meiste Kundschaft erwartet wird, ist Flexibilität und der Verzicht aufs eigene freie Wochenende ein Muss.

Security-Mitarbeiter, ideal für sportliche männliche Studenten

Auch hier gibt es eine große Auswahl an Möglichkeiten. Ob als Wachmann in einem Einkaufscenter oder Security in einer Diskothek bzw. einem Event. Überall wo große Menschenansammlungen zu erwarten sind, werden sie benötigt. Die meisten Unternehmen verlangen eine Sachkundeprüfung laut § 34a GewO von ihren Mitarbeitern, dies gilt auch für studentische Hilfskräfte. Das bedeutet, dass der Mitarbeiter sein Fachwissen unter Beweis stellen muss. Ein gepflegtes, selbstbewusstes Auftreten und ein reines polizeiliches Führungszeugnis sind natürlich unumgänglich.

Fazit

Es gibt noch eine Vielzahl mehr an Jobs, die Beantwortung von Onlineumfragen oder Produkte die zu Hause getestet werden, in der heutigen Zeit wächst das Angebot, auch kleine Jobs von Zuhause aus zu erledigen stetig.

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